Historie

Hier ist ein kleiner Überblick wie alles angefangen hat und wo die Reise hingeht.

Die Vorboten des Beeckerwerther Kanu-Vereins fanden an einem Bootsschuppen, der neben dem Pumpwerk 2 in Duisburg – Beeckerwerth stand. Der Betreiber war seinerzeit ein Beecker Wassersportverein. Am Ende des Krieges stand der Bootsschuppen anderen Einrichtungen zur Verfügung, bis er dann endgültig abgerissen wurde.

Einige Erwachsene und Jugendliche begeisterte der Kanusport damals so sehr, dass soweit es die Materialbeschaffung und die Finanzen zuließen, bald der Selbstbau von halbstarren Booten begann. Die Gruppe von Kanusportlern wuchs. Man traf sich in Gruppen von 2-6 Paddlern in den Rheinwiesen und unternahm die ersten Fahrten. Nach den Fahrten sammelten sich die Kanuten mal auf der linken und mal auf der rechten Rheinseite. Einige der Paddler versuchten die Gruppe als Verein zu organisieren. Kameraden wie Horst Nabakowski, Günter (Jumbo) Meisner, Günter Beiersdorf nahmen das Zepter in die Hand und drängten auf die Vereinsgründung. Obwohl noch kein Vereinsgelände gefunden war, hielten 26 Mitglieder in der Rheinischen Stube in Ruhrort am 27.09.1951 die Gründungsversammlung ab. Der Beitrag betrug damals 3 DM monatlich. Nach einigen Verhandlungen wurde die Zusage für das heutige Vereinsgelände Deichstrasse 150 erteilt.

Sonntags wurden Arbeitsstunden geleistet und Steine geklopft. Man stellte Anträge und schrieb Bettelbriefe an Industrie, Bergbau und Verbände, meist mit mäßigem Erfolg. Der Bau ging schleppend voran, da die finanziellen Mittel fehlten. 1955 wurde Richtfest gefeiert. Trotz aller Schwierigkeiten wurde der Kanusport gepflegt.

Vereinsmeisterschaften trug man seiner Zeit auf der Ruhr oder auf dem gegenüberliegenden Baggerloch aus. Danach folgten Stromregatten auf dem Rhein die meist über 15 Kilometer gingen. Man nahm an Gastregatten zum Beispiel beim Dickschen Wassersport Verein in Laar teil. Im Winter wurde zum Ausgleich Tischtennisturniere ausgerichtet.

1958 war ein erfolgreiches Jahr, die Inneneinrichtung des Bootshauses wurde fertig gestellt.

Mitte der 60er Jahre flaute der Kanusport etwas ab, die Babyjahre hatten uns eingeholt. Es bildeten sich immer wieder Jugendgruppen die auf dem Rhein trainierten. Feiern wie Karneval, Sommerfest oder Weihnachtsfeier waren fester Bestandteil des Vereinslebens.

Ende der 60er Jahre begann ein neues Zeitalter im Kanusport, die Polyesterboote waren auf dem Vormarsch. Die Zahl der Autobesitzer stieg, man war flexibler geworben. Das Bootsmaterial lies eine härtere Gangart zu.

Ab den 70er Jahren wurde die Zeit des Familiensports großgeschrieben. Der Ausfall der Babyjahre wurde wettgemacht. Drei jugendliche Kampfhähne gaben Anfang der 80er Jahre alles und fuhren um den Vereinspokal. Jeder von ihnen erpaddelte ca. 1200KM und Udo Grannaß erreichte in einer Aufholjagd den 1.Platz vor Stefan Hanel und seinem jüngeren Bruder. Mit großer Begeisterung nahm man an Bezirks- und Verbandsfahrten teil.

1999 fuhr man vom Bodensee bis zur Nordsee auf dem Rhein, 1103KM in 19 Etappen; ein Erlebnis der besonderen Art. Die Schüler wurden Mannschaftserster im Bezirk 7 – Unterer Niederrhein.

2000 wurde die Jugendsommerfahrt aus der Taufe gehoben und bis heute alle zwei Jahre durchgeführt.

Seit 2010 erneuern wir den Verein kontinuierlich und bringen immer mehr moderne und aktuelle Themen in unser Vereinsleben. Seit ein paar Jahren befindet sich der BKV wieder im Wachstum und das Durchschnittsalter sinkt wieder. Aktuell sind die Standbeine des aktiven Vereins Tourenfahrten, Wildwasserausflüge sowie das Seekajakpaddeln und die Gruppenfahrten. Ein weiterer Punkt der immer mehr an Gewichtung bekommt ist das Thema „Sicherheit beim Paddeln“. Hier ist der BKV sehr engagiert.